Klar ist nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, dass die Grundsteuer auf eine neue Grundlage gestellt werden muss. Streit besteht aber zwischen den Koalitionsparteien CDU/CSU und SPD, zwischen Bund und Ländern und innerhalb der Länder selbst darüber, wie eine derartige Grundsteuerreform aussehen, anhand welcher Kriterien die Grundsteuer berechnet werden soll. Aus Sicht des Deutschen Mieterbundes sollten vor allem die Größe und der Wert des Grundstücks die Grundlagen für die Grundsteuer bilden.
Gleichgültig aber, ob man die Fläche, den Bodenwert, den Immobilienwert, die Miethöhe oder eine Kombination dieser Kriterien für die Berechnung der Grundsteuer auswählt - die Grundsteuer darf im Mietwohnungsbereich nicht länger vom Mieter gezahlt werden müssen. Die Position „Grundsteuer“ ist aus dem Betriebskostenkatalog ersatzlos zu streichen.

Mieter müssen in Deutschland im Durchschnitt 2,19 Euro pro Quadratmeter und Monat für Betriebskosten zahlen. Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen, kann die so genannte zweite Miete bis zu 2,79 Euro pro Quadratmeter und Monat betragen. Das sind die Ergebnisse aus dem Betriebskostenspiegel, den der Deutsche Mieterbund jetzt auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahre 2016 vorgelegt hat. Für eine 80 qm große Wohnung mussten beim Anfallen aller Betriebskostenarten 2.678,40 Euro für das Abrechnungsjahr 2016 aufgebracht werden.
Die Kosten für Heizung und Warmwasser sind im Abrechnungsjahr 2016 zwar etwas gesunken und liegen jetzt im Durchschnitt bei 1,03 Euro/qm und Monat, sie sind aber immer noch der mit Abstand größte Posten auf den Betriebskostenabrechnungen. Die für den Betriebskostenspiegel ausgewerteten Daten der Kosten für Heizung und Warmwasser weisen eine Bandbreite von 0,72 bis 1,88 Euro/qm und Monat aus. Hier kommt es entscheidend auf den energetischen Zustand der Wohnung an und auf die Frage, ob mit Heizöl, Gas oder Fernwärme geheizt wird.

Liebe Mitglieder des Mietervereins Schwerte und Umgebung e.V.,

im Jahr 2011 haben wir mit einer neuen Führungsmannschaft unseren, seinerzeit am Boden liegenden, Verein übernommen.
Seitdem haben wir mit den neuen Räumen im Sparkassengebäude an der Bahnhofstraße einen verkehrsgünstigen innerstädtischen Standort für unsere Beratungsstelle gefunden. Gerade haben wir es erreicht, den dafür notwendigen Mietvertrag zu verlängern, um diese Anlaufstelle längerfristig zu sichern.
Die Umstellung der Beratungspraxis auf vorher vereinbarte feste Termine ist von der Mitgliedschaft durchweg positiv aufgenommen worden. Zwischenzeitlich stehen zwei Berater an zwei Wochentagen für Gespräche mit den Ratsuchenden zur Verfügung.
Die Mitgliederverwaltung basiert heute auf einem langjährig eingesetzten EDV-Programm, was auch die Beitragseinzüge ermöglicht. Ein Steuerberatungsunternehmen steht uns bei Abschlüssen und Fragen des Finanzamtes zur Seite.
Alles in Allem können wir heute - mit Fug und Recht - feststellen, dass unser Mieterverein gut aufgestellt ist.
Dies ist aber auch nur mit einem entsprechenden finanziellen Aufwand zu erreichen. In den letzten Jahren sind unsere Ausgaben Jahr für Jahr kontinuierlich gestiegen. Auch Sie werden dies beispielsweise für Ihre Haushaltsausgaben festgestellt haben.
Um für unsere Mitglieder den derzeitigen Stand sicherzustellen, ist es daher leider notwendig, dass wir unsere Vereinsbeiträge entsprechend anpassen. Dies bedeutet, dass wir ab dem 01. Januar 2019 einen Beitrag von monatlich 5,50 € erheben müssen.
Damit bewegen wir uns immer noch unter den Zahlen, die von benachbarten Vereinen verlangt werden. Vergleichen Sie bitte beispielsweise die Mitgliedsbeiträge in Iserlohn und Dortmund im Internet.
Wir wissen, dass Sie für diese Maßnahme Verständnis haben werden, weil wir dies tun, um Ihnen eine gleichbleibend hohe Qualität unseres Gesamtpaketes bieten zu können.

Der Vorstand des Mietervereins Schwerte und Umgebung e.V.

D. Reichwald. R. Punge. U. Ulisse

„Wer bequem in seinem Einfamilienhaus oder in seiner (Penthaus-) Eigentumswohnung sitzt , hat scheinbar wenig Gespür für die Nöte einer Wohnungssuchenden Familie in Schwerte“. Diese oder ähnlich sinngemäß lautende Aussagen hört Dieter Reichwald, Vorsitzender des Mietervereins in Schwerte, immer öfter in der letzten Zeit.

Dem kann Reichwald nur beipflichten: „Es zeigt schon ein gehöriges Maß an Ignoranz, über Jahre hinweg das Problem fehlender Miet- , - insbesondere auch öffentlich geförderter Wohnungen - nicht nur nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen, sondern sogar bewusst und zielgerichtet aufkommende Initiativen mit den verschiedensten fadenscheinigen Argumenten im Keime zu ersticken“, fügt er hinzu.

Parteipolitische Ränkespiele, Animositäten der Beteiligten untereinander und schlichtweg fehlendes Problembewusstsein sind nur einige Gründe, die der Vorsitzende des Mietervereins als mögliche Ursachen für die Position, die jetzt wieder von der sog. Jamaika-Koalition in Schwerte im politischen Raum vertreten wird, ausgemacht hat.

Die  Verstorbene  war  Mieterin  einer  3-Zimmer-Wohnung.  Nach  ihrem  Tod  trat  ihr  Lebensgefährte  in  das Mietverhältnis  ein.  Die  Miete  für  die  Wohnung  betrug  545  Euro  plus  170  Euro  Betriebskostenvorauszahlungen.  Der  Vermieter  kündigte  den  in  das  Mietverhältnis  eingetretenen  Mieter  mit  der  Begründung,  er beziehe nur ein Ausbildungsgehalt, er könne auf Dauer die monatliche Miete nicht zahlen. Eine Zustimmung zur Untervermietung eines Teils der Wohnung lehnte der Vermieter ab.

Nach Angaben der Bauwirtschaft kommt der Wohnungsneubau in Deutschland nicht so schnell voran, wie erhofft. Man rechne damit, dass im vergangenen  Jahr  gut  300.000  Wohneinheiten  fertiggestellt  worden  seien.  2018  könnten  rund 320.000  neue  Wohnungen  entstehen.  Das  seien  zwar  doppelt  so  viele  wie  2010,  reiche  aber noch nicht an den Bedarf von 350.000 bis 400.000 neuen Wohnungen heran.