„Wer bequem in seinem Einfamilienhaus oder in seiner (Penthaus-) Eigentumswohnung sitzt , hat scheinbar wenig Gespür für die Nöte einer Wohnungssuchenden Familie in Schwerte“. Diese oder ähnlich sinngemäß lautende Aussagen hört Dieter Reichwald, Vorsitzender des Mietervereins in Schwerte, immer öfter in der letzten Zeit.

Dem kann Reichwald nur beipflichten: „Es zeigt schon ein gehöriges Maß an Ignoranz, über Jahre hinweg das Problem fehlender Miet- , - insbesondere auch öffentlich geförderter Wohnungen - nicht nur nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen, sondern sogar bewusst und zielgerichtet aufkommende Initiativen mit den verschiedensten fadenscheinigen Argumenten im Keime zu ersticken“, fügt er hinzu.

Parteipolitische Ränkespiele, Animositäten der Beteiligten untereinander und schlichtweg fehlendes Problembewusstsein sind nur einige Gründe, die der Vorsitzende des Mietervereins als mögliche Ursachen für die Position, die jetzt wieder von der sog. Jamaika-Koalition in Schwerte im politischen Raum vertreten wird, ausgemacht hat.

 

Schon „damals“, als das FAB noch stand, hatte sich die Gemeinnützige Wohungsbaugenossenschaft Schwerte e.G. (GWG) Ihrem unternehmerischen Ziel - nämlich der Gemeinnützigkeit folgend - bereit erklärt, neben „normalen“ auch öffentlich geförderte Wohnungen dort bauen zu wollen.

Schon damals vergebene Liebesmühe.
„Grüne Wiese, Sportstättenerweiterung, Häuser für Flüchtlinge sind nur einige Vorschläge, die in der Folgezeit dann in den Raum geworfen wurden. Bewusst alles nur Nebelkerzen? fragt man sich, um Mietwohnungsbau zu verhindern???
Und das alles bei dem Wissen von Hunderten Miet-Wohnungssuchenden in Schwerte (die entsprechenden Listen der Schwerter Wohnungsbaugesellschaften sind ellenlang).

Wird in diesem Fall tatsächlich noch „für!!!“ den Bürger Politik gemacht? Wichtige Zeit ist schon verstrichen. Längst hätte ein Bebauungsplan auf den Weg gebracht werden können und müssen. Sogar die ersten Bagger wären schon auf dem FAB-Gelände sichtbar, wenn .........
Ja, wenn man parteipolitische Macht und Mehrheitsverhältnisse nicht in den Vordergrund gestellt hätte und stattdessen zielgerichtet problemorientiert und der Wichtigkeit bewußt, das Problem angegangen wäre. In den letzten Jahren ist gerade zu diesem Thema fast alles gesagt.
Jetzt mit nochmaligem „Erklärungsbedarf“ das Thema wiederum - für möglicherweise längere Zeit - auf Eis zu schieben, kann nur Kopfschütteln hervorrufen. Ganz obskur wird es dann, wenn auch noch dem Bürgermeister ein Vorwurf gemacht wird und möglicherweise dann letztendlich versucht wird, die Schuld für diese ganze Misere ihm in die Schuhe schieben zu wollen.
Für Versäumnisse der Vergangenheit kann er am wenigsten verantwortlich gemacht werden.
Aber:
Die Bahnhofstrasse lässt grüßen.

DMB Mieterverein Schwerte & Umgebung e.V.
Dieter Reichwald
Vorsitzender