MieterhohungDas Institut der Deutschen Wirtschaft behauptet, die Erschwinglichkeit der Mieten sei in weiten Teilen Deutschlands gestiegen. Insgesamt seien Mieten -relativ gesehen –günstiger geworden, zumindest in 269 der 401 Kreise. Auch in Hamburg, Köln und Frankfurt seien die Löhne stärker gestiegen als die Mieten. In Düsseldorf und Stuttgart sei die Entwicklung von Mieten und Löhnenweitestgehend im Gleichklang. Nur in Berlin und München stiegen die Mieten deutlich schneller als die Löhne. Das Institut hat bei seiner Untersuchung einen Anstieg des medialen Bruttolohnes zwischen 2014 und 2018 um insgesamt 9,4 % auf 3.312 Euro zugrunde gelegt und geht von einem Anstieg der Wiedervermietungsmieten in diesem Zeitraum von 8,5 % aus.Unabhängig von der Sinnhaftigkeit derartiger Berechnungen wäre es richtig gewesen, den Nettoverdienst und denMietenanstieg miteinander abzugleichen. Außerdem darf bei einer derartigen Betrachtung nicht nur auf die Lohnentwicklung von Arbeitnehmerhaushalten abgestellt werden, gerade einkommens-schwächere Haushalte, z.B. Rentner, sind besonders stark von der Entwicklung der Mieten betroffen, ohne dass ihre Einkommen spürbar angestiegen sind.